Sowohl das fünfzehn Uhr Frachtschiff als auch das fünfzehn Uhr Luftfrachtschiff hatten Verspätung. Als Mina die Aussichtsplattform des Leuchtturms erreicht hatte und die beiden kleinen Papageien, die ihr voraus geflattert waren, fröhlich Obst aus der Hand eines mit Werkzeuggurten behangenen Mannes fressen sah, tauchte das Frachtschiff am Horizont auf, das Luftschiff mit dem Paket für den Professor war jedoch nach wie vor nicht zu sehen.
Sie hatte gerade einen Schritt in Richtung Papageien und Mann mit Werkzeuggurten gemacht, als ein elegant gekleidetes Pärchen um die Ecke bog und Mina den Weg verstellte. Die Frau hielt eine Kamera mit vergoldetem Gehäuse in den Händen, der Mann einen Spazierstock mit vergoldetem Knauf. Beide schenkten Mina keine Beachtung, ihre gesamte die Aufmerksamkeit galt dem Mann und den Papageien.
„Unfassbar, dass ein Experiment einfach so hier herum laufen darf“, beschwerte sich die Frau laut bei ihrem Begleiter. Erst da bemerkte Mina, dass die Tätowierung am Hals des Mannes, knapp über dem Kragen der dunkelgrauen Arbeitskleidung, eine Reihe chemischer Formeln war, die ihn als Modifizierten zu erkennen gab. Sie fragte sich, ob sie hätte wissen müssen, dass es hier im Hafen einen Modifizierten gab, konnte sich jedoch nur vage an einen Zeitungsartikel erinnern, in dem ganz allgemein von den Experimenten die Rede gewesen war.
„Schlimm genug, so jemanden ohne Aufsicht ein Leuchtfeuer warten zu lassen, aber dass er auch noch ganz nach Belieben Zeit verschwenden darf, ist ein Affront“, stimmte ihr Begleiter zu. Sein Gesichtsausdruck war vermutlich ebenso abfällig wie ihrer, zwischen einem hohen Zylinder und einem akkurat gestutzten dunklen Vollbart, in demjedes Haar wie gezielt einzeln angeordnet wirkte, jedoch nicht ganz so deutlich zu erkennen.
Mina fragte sich, warum die beiden mit solcher Verachtung reagierten. Die Modifizierten hatten es sich schließlich nicht ausgesucht, Waisenkinder zu sein oder wie Gegenstände behandelt und von reichen Finanziers für Medikamententests gekauft zu werden. Mina kramte in ihrem Gedächtnis nach näheren Informationen zu den Experimenten, die es Arbeitern hätten ermöglichen sollen, sich mit Hilfe von Medikamenten ohne technische Hilfsmittel in großer Höhe oder Tiefe aufzuhalten. Bei einigen Modifizierten war der erwünschte Effekt sogar dauerhaft gewesen, allerdings waren solche Erfolge selten und nicht reproduzierbar gewesen. Schlussendlich waren die Experimente eingestellt worden. Für Mina war das alles ein Verbrechen und sie konnte die Aversion des Pärchens diesem Mann gegenüber schlicht nicht verstehen. Außerdem fütterte er ihre Papageien, das machte ihn ihr schon einmal sympathisch.
„Er verschwendet keine Zeit, er füttert niedliche kleine Tierchen“, sagte sie und erntete prompt zwei Blicke wie Ohrfeigen.
„Sehr drollig“, erwiderte die Frau mit schneidendem Spott. Der botanische Garten aus teuren Blumen und sorgfältig arrangiertem Blattwerk auf dem breitkrempigen Hut schwankte wie ein Schiff bei Wellengang auf hoher See der Kopfbewegung der Frau folgend, als deren Blick wie eine Spinne an Mina hinauf und wieder herunter kletterte. Mina klammerte sich an ihren zusammengefalteten Sonnenschirm wie an einen Rettungsanker, straffte den Rücken und schenkte dem eleganten Paar ein strahlendes Lächeln während sie beschloss, den verächtlichen Kommentar ganz bewusst völlig falsch zu interpretieren.
„Ja, nicht wahr? Die Tierchen können ein Dutzend verschiedene Lieder pfeifen, wenn sie nicht gerade die Schnäbel voller Obst haben.“
Frage, hatte sie gedacht. Wann werde ich eigentlich endlich erwachsen, gefolgt von der ernüchternden Antwort: Vermutlich nie. Vermutlich werde ich mich selbst als alte Frau noch aufführen wie Kind.
„Unmöglich“, kommentierte die Frau. Sie hakte sich bei ihrem Begleiter ein und zog ihn mit sich, und da es außer dem eleganten Paar, Mina und dem Modifizierten keine weiteren Besucher auf der Aussichtsplattform gab, war den Weg zu den Papageien frei.
Fallt doch vom Turm, wünschte Mina, als die beiden sich ein paar Schritte entfernt abwechselten, vor dem Hintergrund eines strahlend blauen Himmels und einem Meer, glatt wie ein Spiegel, für die Kamera zu posieren, und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Papageien und den Mann mit den Werkzeuggurten.
„Vielen Dank“, sagte sie und schenkte ihm ein Lächeln, als er ihr ein ausdrucksloses kantiges Gesicht mit Augen wie Vulkanglas zuwandte und stellte fest, dass er nicht allzu viel älter sein konnte als sie selbst.
„Wofür?“ hatte er gefragt.
„Dafür, dass Sie meine Lieblinge füttern“, erklärte Mina und deutete auf die Papageien, und dann tauchte das Luftschiff auf.
Zuerst war da nur ein Schatten, der rasend schnell näher kam. Das Luftschiff schien direkt aus der Sonne zu kommen, viel zu schnell, viel zu tief, begleitet von einem dumpfen Knall, als das das linke Seitenruder zerbrach. Ohne den Warnruf des Modifizierten wäre des Pärchen, das nur Augen für die Kamera hatte, zwischen Bordwand und Turm zerrieben worden. Das rechte Seitenruder stieß durch Glaskuppel und Spiegel. Mina schrie auf, als ein Regen aus Holz- und Glassplittern über der Aussichtsplattform nieder ging während der Modifizierte mit einer schnellen Bewegung zwischen Mina und dem Luftschiff war.
Sei gefälligst still! wies sie sich selbst an, während sie zur Wand des Leuchtturms zurück wich und die Papageien kreischend davon flatterten. Dadurch, dass du schreist, wird die Situation auch nicht besser.
Metall schabte kreischend über Stein, der Turm bebte, und das Schiff sank in Richtung Meer.
„Geht es Ihnen gut?“ erkundigte sich der Modifizierte. Mina brauchte ein paar Wimpernschläge, um sich aus ihrer Schockstarre zu lösen und zu nicken.
„Ja, danke, alles gut, danke. Was ist mit Ihnen?“ wollte sie wissen und erntete einen verwunderten Blick.
„Mit mir?“
„Ja“, bestätigte Mina. „Wie geht es Ihnen?“
Sie sah offene Ratlosigkeit sich in dem bisher ausdruckslosen Gesicht.
„Wieso ist das wichtig?“
Jetzt war es an Mina, verständnislos zu schauen.
„Weil es wichtig ist. Es ist mir wichtig zu wissen, dass es Ihnen gut geht.“
„Es… ja. Es geht mir gut“, erwiderte der Modifizierte.
„Das freut mich“, erwiderte Mina und schenkte ihm erneut ein Lächeln, während sich das elegante Pärchen an ihnen vorbei an der Wand entlang zur Tür der Aussichtsplattform tastete.
„Seien Sie vorsichtig, Treppe und Geländer könnten ebenfalls beschädigt sein“, riet ihnen der Modifizierte, nur um ignoriert zu werden.
„Sie sollten besser ebenfalls gehen. Passen Sie auf und verlassen Sie sich besser nicht auf das Treppengeländer“, wandte er sich an Mina.
Sie nickte.
„Verstanden.“
Sie lächelte ihm noch ein letztes Mal zu, tastete haltsuchend nach dem Türrahmen und hörte aus dem Zwielicht unter ihr ein helles, fast melodisches Geräusch, als sich das Treppengeländer aus der Verankerung löste, gefolgt von entsetzten Schreien eine Wendeltreppendrehung weiter unten. Mina hastete die Treppe hinunter, sah das elegante Pärchen an das Geländer geklammert über der Tiefe baumeln.
Wunsch erfüllt, schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf, als sie den Sonnenschirm beiseite warf, unmittelbar gefolgt von dem Gedanken: Woher hätte ich denn wissen sollen, dass die beiden wirklich vom Turm fallen?
Sie legte sich auf die Stufen, streckte dem Paar die Hände entgegen und schaute in zwei gar nicht mehr überhebliche angstverzerrte Gesichter, als die beiden nach dem angebotenen Halt griffen. Einen Moment lang zerrte das Gewicht schmerzhaft an ihren Armen, bevor es plötzlich leicht wurde und dann fort war, als der Modifizierte neben ihr die beiden ohne jede Anstrengung zurück auf die Treppe des Leuchtturms hob.
Mit einem erleichterten Seufzer ließ Mina sich zurück sinken, massierte sich die überanstrengten Armmuskeln und fühlte die Kälte aus den Steinen der Turmmauer allmählich durch das bestickte Kleid in ihren Rücken kriechen, während das gerettete Pärchen ohne ein Wort des Dankes die Stufen hinunter hastete. Zylinder und Spazierstock des Mannes waren bei dem Sturz verloren gegangen, der von Seidenbändern und Hutnadeln gehaltene Blumenhut der Frau baumelte in ihrem im Nacken, allerdings um ein paar Blumen ärmer.
Wo die Papageien jetzt wohl sind? fragte sich Mina, konnte sich jedoch nur an den Moment erinnern, in dem die beiden von der Hand des Mannes aufgeflattert waren, nicht an die Richtung, in der die beiden verschwunden waren. Sie hatten einen Schreck gekriegt, deswegen machte Mina sich Sorgen. Grundsätzlich war es kein Problem, wenn die beiden davon flogen, sie waren clever genug, um Fressfeinden zu entwischen und gleichzeitig viel zu verfressen und viel zu faul, sich ihr Futter selbst zu suchen. Nur wenn Menschen, die sie nicht kannte, in der Nähe waren, machte Mina sich ein bisschen Sorgen, sie könnten wortwörtlich in falsche Hände geraten. Hier am Leuchtturm sind die beiden allerdings in Hände geraten, die sie mit Obst gefüttert haben, musste Mina zugeben.
„Danke für Ihre Hilfe“, sagte sie an Stelle der Geretteten, und tastete nach dem Sonnenschirm auf den Stufen unter ihr. Der Modifizierte antwortete mit einem knappen Nicken. Mina bildete sich ein, noch immer schwach den süßen Geruch von Obst an seinen Händen zu riechen, als er ihr die Hand entgegen hielt um ihr beim Aufstehen zu helfen, seine Handflächen hart und rau unter ihren Fingern.
Lass ihn gefälligst wieder los, befahl sie sich, nur um sich noch fester an seine Hand zu klammern, als ein Windstoß Glas- und Holzsplitter um sie herum herunter regnen ließ. Außerdem kann er fühlen, dass du zitterst. Das ist peinlich.
„Verzeihung“, bat sie, als sie ihn los ließ und statt dessen Halt an der Wand des Leuchtturms suchte. „Ich bin nicht daran gewöhnt, aus nächster Nähe ein Luftschiff durch ein Leuchtfeuer krachen zu sehen.“
„Die Piloten und die Besatzung sind wahre Meister“, erklärt der Modifizierte. „Es wäre ihnen fast noch gelungen, die Maschine am Leuchtturm vorbei zu steuern.“
Allein die Erinnerung an den Anblick weckte in Mina den Wunsch, sich schützend die Arme über den Kopf zu halten, die immer noch zittern von der Anstrengung, das Gewicht von zwei erwachsenen Menschen gehalten zu haben, bis der Modifizierte ihr die beiden abgenommen hatte. Für einen Moment verstummte der Lärm aus Rufen und Alarmglocken auf dem Hafengelände, und durch die Stille klang das Schwirren bunter Schwungfedern, als die Papageien durch das zersplitterte Glas der Kuppel auf Minas Schulter flatterten.
„Es geht ihnen gut“, wandte sie sich freudestrahlend an den Modifizierten, als die beiden sich unter die zerzausten rotblonden Locken kuschelten und sie die kleinen Krallen durch den bestickten grünen Stoff piksen fühlte.
„Ja“, bestätigte der Modifizierte.
„Ich muss nach dem Professor sehen“, teilte sie ihm auf dem Weg die Stufen hinunter mit. „Professor Biraud, mein Patenonkel, er ist drüben bei den Verwaltungsgebäuden zwischen Hafen und Landeplatz. Wir waren hier, um ein Paket abzuholen, das mit dem Luftschiff eintreffen sollte. Ein Paket mit Dokumenten und Pflanzenproben vom Westlichen Meteoritenkrater. Der Professor wird sich Sorgen machen. Er macht sich sowieso ständig Sorgen und will immer alles richtig machen, wenn ich bei ihm bin während meine Eltern auf einer Forschungsreise sind.“
Wieder einmal, setzte sie in Gedanken hinzu. Insgesamt habe ich vermutlich mehr Zeit mit dem Professor verbracht als mit meinen Eltern.
„Die beiden hier sind ein Souvenir von einer Reise zum westlichen Meteoritenkrater.“ Sie deutete auf die Papageien auf ihrer Schulter, obwohl der Modifizierte vor ihr die Stufen hinunter ging.
Einige meiner Hauslehrerinnen fanden es bedauerlich, dass meine Eltern mich so oft bei dem Professor lassen, erinnerte sie sich. Ich nicht. Der Professor hat mir immer so viel mehr erlaubt als meine Eltern.
„Sie werden den Professor mögen“, sagte sie zu dem Modifizierten. „Er ist der intelligenteste Mensch, den ich kenne, und er wird sich freuen, Sie kennen zu lernen.“
Mit diesem Gedanken war sie sehr zufrieden, bis ihr etwas einfiel.
„Bitte sagen Sie dem Professor nur nicht, wie knapp das alles war“, bat sie.
„Werde ich nicht“, versprach der Modifizierte.
„Danke“, sagte Mina erleichtert.
Lighthouse
The 15:00 freight ship as well as the 15:00 air freight vessel were late. By the time Mina reached the observation platform of the tower and saw the two small parrots who had fluttered ahead of her, happily eating fruit from the hand of a man wearing tool belts, the freight ship emerged at the horizon, while the airship carrying a package for her godfather, the professor, remained unseen.
There you are, Mina realized. And you are obviously doing wonderfully well.
So far, so good. Now all that was needed was one of the customs officers to find time to check the delivery papers so that the professor could take the package. No matter how unimportant this aspect was, she was looking forward to reading the pictograms on the document sent together to the plant samples. She loved this picture writing. Although the waiting would naturally only be over once the air freighter arrived, she had to admit, and a glance at the horizon showed that it was still not visible.
Well, then I will first get the parrots back, she said to herself. I wonder who they found.
She had just taken a step toward the parrots and the man with tool belts when an elegantly dressed couple turned the corner and blocked Mina’s path. The woman held a cmaera with gilded casing in her hands, the man a cane with a golden pommel. Both ignored Mina, their attention focused on the man and the parrots.
“Unbelievable that an experiment can just wander around here like this,” the woman complained loudly to her companion, and only then did Mina notice that the tattoo on the man’s neck marked him as a Modified, several rows of chemical formulas, just above the collar of the dark gray work clothes. She wondered whether she should have known about the presence of a Modified at the harbour, but all she could remember was a general newspaper article about the experiments.
“It is bad enough to let someone like that performing maintence at the beacon without supervision, but that he can waste time as he pleases is an affront,” her companion agreed. His facial expression was likely as weary as hers though not as cleraly visible between a high cylinder and a neatly trimmed full beard, each hair seemingly arranged with deliberate precision.
Mina wondered why they reacted with such contempt. The Modified had not chosen to be orphans or to be bought by wealthy financiers for the purpose of medical experimentation. Mina dug deeper into her memory, trying to recall further information about the tests. All that was known that the tests were aimed at finding a medication that should have enabled workers to stay at great heights or depths without technical equipment. At the end of the test rows the desired effect even turned out a lasting effect in some of the Modified, however, such success was rare and not reproducable, and eventually the experiments ceased. To Mina those experiments were a crime and she could not comprehend the couple’s disdain towards the modified man. Besides, the fact that he fed her parrots made her like him already despite knowing nothing about him.
“He is not wasting time, he is feeding cute little animals,” she said and received two glares like slaps.
“Very funny,” the woman replied with cutting sarcasm. The botanical garden of expensive flowers and carefully arranged foliage on her wide-brimmed hat swayed like a ship on high seas following the woman’s head movements as her gaze climbed up and down on Mina like a spider. Mina clung to the white parasol like a lifeline, straightened her back, and gave the elegant couple a bright smile as she decided to deliberately misinterpreting the contemptuous remark.
“Yes, isn’t it? The little creatures can sing a dozen different songs if they don’t have their beaks full of fruit.”
Question, she thought. When will I actually grow up? Followed by the sobering answer: Probably never. Probably I will still behave childish even when I’m an old woman.
“Impossible,” said the woman. With a last glance at Mina, she turned around and linked arms with her companion and dragged him with her. As there were no other visitors on the observation platform besides the couple, Mona and the modified man, the path towards the parrots was finally clear.
Fall off the tower, Mina wished, as the two took turns posing for the camera against the background of a bright blue sky and a sea as smooth as a mirror, and she redirected her attention to the parrots and the man with tool belts.
“Thank you,” she said, smiling at him when he turned a expressionless angular face with eyes like volcanic glass toward her, and she noticed he wasn’t much older than herself.
“For what,” he asked.
“For feeding my little darlings,” she explained while pointing at the parrots, and at that moment the airship appeared.
At first, there was only a shadow that came rushing quickly. The airship seemed to emerge directly out of the sun, flying way too fast and way too low, and the left side rudder broke with a bang. Without the warning shout of the modified man, the couple, their attention focussed on the camera, would have been crushed between the tower wall and the ship’s side. the right side rudder pierced through the glass dome and mirrors. Mina screamed as wood and glass splinters rained down the observation platform while the modified man stepped between her and the airship.
Shut up already! she told herself while she retreated towards the tower wall as the parrots shrieked and flew away. Screaming will not improve the situation.
The tower trembled when metal scraped over stone, and the airship sank toward the sea.
“Are you alright?” the modified man asked.
Mina needed a few moments to shake off the shock and being able nod.
“Yes, thank you, I’m fine, thank you. What about you?” she asked only to receive a puzzled stare in return.
“About me?”
“Yes“, confirmed Mina. “Are you alright too?“
She saw open helplessness on the no longer expressionless face.
“Does it matter?”
Now it was Mina’s turn to look perplexed.
“Yes, it does. I want to be sure that you are alright.”
“It… well, yes. I’m fine”, said the modified man.
“Glad to hear that”, Mina said and smiled at hime again while the elegant couple scampered past them towards the door to the spiral staircase.
“Watch out, staircase and railing are most likely damaged too”, the modidfied man advised. They ignored his warning.
“You should leave too. Be careful and don’t rely on the railing“, the modified man turned towards Mina again.
She nodded.
„Understood.“
She smiled at him one last time, reached for the doorframe and heard an almost melodic metallic sound from the twilight below her when the staircase railing detached from the bolting, followed by the shocked screams from further down the staircase. Mina ran down the stairs, saw the couple hanging over the deep while clinging to the loose railing.
Wish granted, a thought darted through her head as she tossed aside the parasol, immeditaly followed by the thought: How was I supposed to know that they would really fall off the tower?
She laid down on the stairs, held out her hands towards and looked into their faces, no longer arrogant and instead twisted with fear, while the two reached out for her. For a moment the weight of tow grown persons painfully tugged at her arms, then the weight lightened and vanished, as the Modified lifted both of them back up the lighthouse stairs without effort.
With a relieved sigh, Mina sank back. She massaged her arms and felt the cold emitting from the stones of the lighthouse wall slowly seeping through her embroidered dress into her shoulders while the rescued couple hurried down the stairs without a word of gratitude. The man’s cylinder and the walking cane had been lost, the flower hat, held in place by silk ribbons and hat pins, dangled at the back of her head and had a few flowers less.
I wonder where the parrots are, Mina thought, but she could only recall them taking off from the hand of a man with tool belts, not the direction they were flying. She was worried because they had been frightened when they flew off. Generally it wasn’t a problem if the two flew away, they were clever enough not to get caught by predators and at the same time too keen on food and too lazy to collect food on their own Only when people she didn’t know were nearby Mina got a little worried that her darlings could fall into the wrong hands. However, here at the lighthouse, the two had fallen into hands that gave them fruits, Mina had to admit.
“Thank you for your help,” she said once more, this time instead of the rescued couple, and reached for the parasol on the stairs below her. The Modified nodded briefly and Mina thought she could still faintly smell the sweet scent of fruit as he held out his hand to help her up, his palms hard and rough under her fingers.
Let him go, she told herself, but clung to his hand even tighter as a gust of wind sent glass and wood splinters raining down around her. He can feel that I’m trembling. This is embarrassing.
“Excuse me,” she said as she stepped back and reached for the lighthouse wall for support. “I’m not used to seeing an airship crash through a beacon from such close range.”
“The pilot and crew are true masters,” said the modified man. “They almost managed to steer the machine past the lighthouse.”
The memory of the sight immediatly made Mina want to raise her arms over her head to shield herself, her arms still trembling from the effort of holding two adults’ weight until the modified man had taken them off her. For a moment, the noise of shouts and alarms on the harbor grounds fell silent, and in that silence the sound wings emerged as the two parrots fluttered through the shattered glass dome down on her shoulder.
“They are fine,” she said joyfully to the modified man as the two little animals curled up under her tousled red-blonde hair, their tiny claws pricking through the embroidered green fabric.
“Yes,” he confirmed.
“I need to find the professor,” she told him as they began descending down the stairs. “Professor Biraud, my godfather. He is at the adminstrative buildings between harbor and airfield. We were here to pick up a parcel that should have arrived with the airship, a parcel with documents and plant samples from the Western Meteorite Crater. The professor will worry. He worries constantly and always wants everything to be perfect when I’m with him while my parents are on a research trip. Once again.”
By now I have probably spent more time together with the professor than with my parents, she calculated the time.
“The two parrots here are souvenir from a trip to the Western meteor crater.”
She pointed at the parrots on her shoulder despite the modfied man walking in front of her. Some of my tutoresses thought it a shame that my parents leave me with the professor so often, she recalled. I don’t. The professor has always been way more lenient with me than my parents, what’s not to like about that?
“You will like Professor Biraud,” she said told the Modified. “He’s the smartest person I know, and he’ll be glad to meet you.”
She was quite happy with that thought until something occurred to her.
“Please don’t tell Professor Biraud how close of a call that was,” she asked.
“I won’t,” the modified man promised.
“Thank you,” Mina said relieved.