Die Welt draußen vor dem Turm war nach dem Zwielicht im Innern so strahlend hell, dass Mina die Hände vor die Augen heben musste, um nicht geblendet zu werden.
„Mina!“
Ihre Augen brauchten noch Zeit zur Adaptation, doch der Klang der Stimme erfüllte sie mit Erleichterung.
„Professor!“
Mina atmete den dezenten Duft von Seife und Rasierwasser ein, vermischt mit einem vagen Geruch nach Lampen- und Maschinenöl, den er nie ganz von den Händen gewaschen bekam, als der hochgewachsene schlanke Mann mit den graublonden Haaren, dessen eleganter grüner Anzug auf ihr besticktes Kleid abgestimmt war, und sie einander in die Arme schlossen. Die beiden Papageien verloren bei der Umarmung den Halt und die Geduld und flatterten dem Modifizierten hinterher auf dem Weg durch eine von dem havarierten Luftschiff durch den Hafen gezogene Schneise zwischen umgestürzten Karren, zertrümmerten Frachtkisten und zwei aus der Verankerung gerissenen Kränen. Der Frachter lag noch vor Anker, aber die Crew hatte aufgehört, Ladung zu löschen und beteiligte sich an den Rettungsarbeiten. Die Luft trug Gerüche von Gewürzen, Kaffee, Parfüm und teurem Wein vermischt mit Maschinenöl, Tang und Salz.
„Geht es dir gut?“ wollte der Professorwissen, trat einen Schritt zurück und schaute seine Patentochter prüfend an.
„Ja, alles gut“, versicherte Mina. „Was ist mit dir?“
„Alles in Ordnung“, versicherte ihr Patenonkel.
„Oh, gut. Professor, das ist…“
Sie drehte sich um, bemerkte die wachsende Distanz zwischen sich und dem Modifizierten und vor allem ihren gefiederten Lieblingen und winkte dem Professor ihr durch ein Durcheinander aus zerborstenen Brettern zu folgen, in dem sie das Kleid gefühlt von Nagel zu Nagel zerrte.
Hätte ich doch nur Zeit gehabt, etwas Bequemeres anzuziehen, wünscht sie sich, aber die Tanzlehrerin hatte den Unterricht in Vorbereitung auf den Debütantinnenball gefühlt endlos in die Länge gezogen bis war keine Zeit mehr war, wenn der Professor und Mina pünktlich zur Ankunft des Luftfrachters am Flughafen sein wollten.
Hätte, hätte, ist aber nun einmal nicht, also hör’ auf zu quengeln, wies sie sich in Gedanken zurecht. Es gibt hier nun wirklich wichtigere Probleme. Hoffentlich ist niemandem etwas passiert. Zumindest nichts allzu Schlimmes. Darauf, dass es keine Verletzten gibt, darf ich wohl nicht hoffen.
„Verzeihung, wie ist Ihr Name?“ erkundigte sie sich, als sie den Modifizierten eingeholt hatte. „Ich bin Mina. Mina Winter“, setzte sie hinzu als ihr einfiel, dass sie sich ebenfalls noch nicht vorgestellt hatte, hielt ihm die Hand entgegen und erntete einen Moment lang einen ratlosen Blick, bevor der Modifizierte einschlug.
„Yegor Karavashkin.“
„Sehr erfreut, Sie kennen zu lernen.“ Mina drehte sich zu dem Professor um. „Yegor Karavashkin, das ist mein Patenonkel, von dem ich Ihnen erzählt habe, Professor Biraud.“
„Erfreut, Sie kennen zu lernen. Maurice Biraud“, stellte der Professor sich vor.
„Sehr erfreut, Sie kennen zu lernen“, erwiderte der Modifizierte die Grußformel.
Mina sah sich um.
„Wo können wir hier helfen?“
Sie passierten eine Gruppe Arbeiter, die Trümmer beiseite räumten.
„Sind viele Personen zu Schaden gekommen?“ erkundigte sich der Professor.
„Bisher gibt es zum Glück nur Leichtverletzte“, erwiderte einer der Arbeiter. „Jetzt muss es noch gelingen, die Besatzung des Luftschiffs lebend aus dem Hafenbecken zu bergen.“ Er nickte Richtung Hafenbecken. „Wir haben bereits Boote im Wasser, die Besatzung des Frachters hilft uns bei den Rettungsarbeiten.“ Eine von kaltem Salzwasser rissige Hand deutete in Richtung der Verwaltungsgebäude. „Der Hafenmeister organisiert die Rettungsarbeiten.“
„Yegor!“
Zwei junge Leute, deren Insignien auf der weißen Kleidung sie als Mitarbeiter der Hafenbehörde auswiesen, bahnten sich einen Weg durch das Chaos, ein hochgewachsener junger Mann mit dunkler Haut und zu einer Mähne aus Zöpfen frisierten dunklen Locken, der nach dem Modifizierten gerufen hatte, und eine sommersprossige junge Frau mit zu einem hüftlangen Zopf geflochtenen hellen Haaren, knochig bis auf einen deutlich gewölbten Bauch. Beide trugen Kästen mit Verbandsmaterial.
„Gut, dass du hier bist“, sagte die Schwangere zu dem Modifizierten. „Wir können gerade jede Hilfe brauchen.“
„Außerdem ist bei den Rettungsarbeiten unter Wasser dann wenigstens einer in seinem Element“, setzte der junge Mann mit den Zöpfen hinzu, nur um sofort abzuschwächen: „Oder zumindest weniger nicht in seinem Element.“
Interessant, er ist also einer der Wenigen, bei denen das Experiment funktioniert hat, stellte Mina fest.
Die Papageien ruderten mit den Flügeln, als der Modifizierte sie behutsam von seiner Schulter hob und Mina gab, bevor er die Werkzeuggürtel abstreifte und die Kappe abnahm, unter der kurzgeschnittene dunkle Haare zum Vorschein kamen. Er legte Werkzeuggürtel und Kappe sorgfältig beiseite, bevor er mit einem Kopfsprung zwischen Booten und Rettungsleinen in das Hafenbecken tauchte und kurz darauf zwei nach Luft ringende Besatzungsmitglieder des Luftfrachters an die Oberfläche brachte. Dockarbeiter und Seeleute der Besatzung des Frachters hoben die beiden in eins der Boote. Einer der Geretteten war bis auf durch Salzwasser gereizte Atemwegen unverletzt, der andere hatte zusätzlich ein ausgerenktes Schultergelenk, jedoch nicht genug Atem für Schmerzensschreie.
„Die Kapitänin und der Maschinist sind noch unten“, krächzte der Unverletzte zwischen Hustenstößen. „Der Maschinist steckt unter einem Balken fest und die Kapitänin weigert sich, ihn allein zu lassen.“
Der bestickte Stoff sog sich mit Salzwasser voll, als Mina und der Professor halfen, die beiden Geretteten an Land zu bringen, und der Modifizierte tauchte erneut. Mina legte den Sonnenschirm beiseite, und die Papageien auf ihrer Schulter hielten bei der ruckartigen Bewegung mit ein paar Flügelschlägen die Balance als sie dem Professor half, das Schultergelenk einzurenken. Die Behandlung musste weh tun, doch der Verletzte hat nur ein leises Ächzen dafür übrig.
„Danke“, sagte er heiser, strich sich mit einer Hand Salzwasser aus den hellbraunen Haaren und fischte sich mit dem gerade eingerenkten Arm einen Streifen Tang aus dem Kragen. „Das war eindeutig zu viel Salzwasser für einen Tag“, stellte er klar, während er die Pflanze ins Hafenbecken warf. „Wüsste ich mit der See etwas anzufangen, wäre ich Seefahrer geworden.“
Die schwangere junge Frau lächelte Mina und dem Professor zu, als sie sich neben sie und den Verletzten kniete und ein Tuch aus einem der Verbandskästen zog, aus dem sie mit Hilfe des Mannes Zöpfen einen Stützverband für den Verletzten faltete. Mina bemerkte Ketten mit je einer Hälfte eines geteilten Herzens und das aufeinander abgestimmte Design der Ringe an den Fingern der beiden.
Metall kreischte auf Metall, als eine Straßenbahn auf den Schienen am Kai zum Stehen kam. Drei Personen mit weißen Kitteln über eleganter Kleidung stiegen aus, zwei von ihnen mittleren Alters, eine Frau mit wilden dunklen Locken und ein kahlschädliger Mann, die dritte Person war ein junger Mann mit weizenblonden Haaren. Die drei Mediziner nickten grüßend zu einem großen Mann mittleren Alters mit breiten Schultern, dunkler Haut und dunkelblauer Kleidung hinüber, der sich aus Richtung der Verwaltungsgebäude einen Weg über das Geländebahnte, und begannen, sich um die Verletzten zu kümmern.
„Gute Erstversorgung“, lobte die Frau nach einem Blick auf die eingerenkte Schulter und den Stützverband. Ihre Augen waren von der Farbe grünen Bernsteins. „Ab hier übernehmen wir die weitere Versorgung der Verletzten.“
Sie nickte ihren Kollegen zu und der Professor und Mina machten den Medizinern Platz.
Mina schaute gerade rechtzeitig wieder auf das Hafenbecken, um den Modifizierten mit zwei weiteren Geretteten auftauchen zu sehen, einer Frau mit breiten Schultern, dunkler Haut und langen dunklen Haaren, die gierig Atem holte, bevor sie zusammen mit dem Modifizierten einen Mann mit eisengrauen Haaren und Bart in eins der Boote hievte. Die Frau nickte dem Modifizierten zu und brachte ein paar Hustenstöße später ein „Danke!“ heraus, bevor sie dem Grauhaarigen in das Boot folgte und sich über ihn beugte.
„Haben Sie sehr starke Schmerzen?“ erkundigte sie sich.
„Es geht schon“, krächzte der Verletzte, den linken Arm auf die Rippen gepresst. Ein Ächzen strafte seine Worte Lügen.
„Schön, euch wiederzusehen, wenn die Umstände auch erfreulicher sein könnten“, grüßte der große Mann in der dunkelblauen Kleidung, dessen Insignien ihn als Hafenmeister auswiesen, die Kapitänin und den Maschinisten während er zusammen mit zwei Dockarbeitern und dem kahlschädligen Mediziner half, den Verletzten zu der Straßenbahn hinüber zu tragen.
„Danke Ihnen allen, dass Sie geholfen haben, meine Schwester und ihre Crew zu bergen“, wandte er sich an Dockarbeiter und Seeleute sowie Mina und den Professor, als er zurück kehrte und dann noch einmal gesondert an den Modifizierten. „Danke.“
„Wollt ihr Celiwe und die anderen nicht begleiten?“ fragte die schwangere junge Frau den Hafenmeister und den Mann mit den Zöpfen.
„Wollt ihr Celiwe und die anderen nicht begleiten?“ fragte die Schwangere
„Nein“, erwiderte der Hafenmeister schlicht. „Dazu gibt es hier noch zu viel zu tun.“
„Tante Celiwe und ihre Leute würden uns sowieso nur wieder zurück scheuchen“, setzte der Mann mit den Zöpfen hinzu.
„Keenan, du und Lori koordiniert weiter die Bergungsarbeiten hier im Hafen“, bestimmte der Hafenmeister. „Ich informiere die Kapitäne der nächsten Schiffe und Luftschiffe, dass sie mit Wartezeiten rechnen oder gegebenenfalls andere Häfen und Landeplätze ansteuern müssen.“
„Verstanden“, sagte der Mann mit den Zöpfen.
Der Hafenmeister nickte den versammelten Arbeitern und Seeleuten noch einmal zu und stapfte zurück zu den Verwaltungsgebäuden.
„Also gut“, kommentierte die Schwangere, klappte den Verbandskasten zu und wandte sich an den Professor und Mina während sie Notizblock und Stift aus der Jackentasche zog. „Da Sie gerade hier sind: In den Frachtpapieren steht, der Luftfrachter hatte ein Paket für Sie and Bord, ist das richtig?“
„Ja, das stimmt“, bestätigte der Professor. Er ließ seinen Blick über das Chaos schweifen. „Ein Paket mit Pflanzenproben von den Tafelbergen am Westlichen Meteoritenkrater. Die Pflanzen sind für die Entwicklung neuer Medikamente gegen Strahlenkrankheit bestimmt.“
Die Schwangere nickte zustimmend und machte eine Notiz.
„Wir werden Ihr Paket bei der Suche mit hoher Priorität deklarieren“, erklärte sie.
„Danke, das ist sehr freundlich“, bedankte sich Biraud. „Denn Sie haben mehr als genug zu tun, offensichtlich.“
„Dort! Da ist er!“
Der Professor, Mina, die Assistenten des Hafenmeisters und die in der Nähe stehenden Arbeiter und Seeleute drehten sich um.
Minas erster Gedanke beim Anblick des elegant gekleideten Pärchens war: Oh, wollen sie sich doch noch bedanken? Gefolgt von dem Zweifel: Aber warum sind die Polizisten hier?
Die beiden Beamten wechselten einen kurzen Blick, bevor der Jüngere der beiden einen Schritt nach vorn machte.
„Keenan, Lori“, grüßte er die beiden jungen Leute.
„Felix“, erwiderte der Mann mit den Zöpfen.
Der Polizist ließ einen Blick über das Durcheinander schweifen und seufzte, bevor er Notizbuch und Stift aus der Brusttasche der Uniformjacke zog und seine Aufmerksamkeit wieder auf den Mann mit den Zöpfen richtete.
„Trifft es zu, dass sich der Modifizierte…“
„Yegor“, korrigierte die Schwangere.
„… dass Sie, Yegor, sich auf dem Leuchtturm aufgehalten hat?“ formulierte der Polizist neu, diesmal an den Modifizierten gewandt.
„Ja“, lautete die Antwort.
„Zur Wartung des Leuchtfeuers“, setzte der Mann mit den Zöpfen hinzu.
Der Polizist nickte, während er die Antwort notierte.
„Die entsprechende Ausnahmegenehmigung, dass Sie, Yegor, sich außerhalb des Hafengeländes bewegen dürfen, liegt vor, richtig?“
„Ja.“
„Zeigen Sie uns diese Genehmigung“, forderte der elegant gekleidete Mann.
„Hier? Jetzt?“ Der Mann mit den Zöpfen deutete mit einer ausholenden Geste über das Chaos im Hafen. „Es gibt gerade wirklich wichtigere Probleme!“
„Yegor hat Ihnen beiden das Leben gerettet. Zweimal“, erinnerte Mina das Paar und fing sich einen hasserfüllten Blick der elegant gekleideten Frau ein.
„Das Experiment muss lernen, wo sein Platz ist“, zischte sie.
„Das ist korrekt“, stimmte der ältere Polizist zu, der bisher geschwiegen hatte. „Ebenso ist es richtig, dass es derzeit wichtigere Probleme gibt.“
„Soll das heißen, er kommt einfach so davon?“ begehrte die elegant gekleidete Frau auf.
„Ganz offensichtlich hat es keinen Verstoß gegeben“, erwiderte der jüngere Polizist.
„Dann ist es vielleicht an der Zeit, dass die Vorschriften für diese… Modifizierten“, der elegant gekleidete Mann spuckte das Wort förmlich aus, „endlich strikter werden.“
„Das müssen Sie dann mit der Verwaltung klären“, schlug der Mann mit den Zöpfen vor. „Viel Glück.“
„Glück?“ wiederholte die elegant gekleidete Frau. „Das brauchen wir nicht. Wir“, betonte sie, „haben Beziehungen.“
„Sie haben sich nicht einmal dafür bedankt, dass Yegor Ihnen das Leben gerettet hat“, sagte Mina leise und erntete einmal mehr einen vor Verachtung triefenden Blick.
„Für Selbstverständlichkeiten braucht es keinen Dank“, meinte die elegant gekleidete Frau, drehte sich um, packte den Arm ihres Begleiters und rauschte mit ihm davon.
„Dann lassen wir euch mal weiter arbeiten“, meinte der jüngere Polizist und nickte der Schwangeren und dem Mann mit den Zöpfen zum Abschied zu.
„Guten Tag“, setzte sein Kollege hinzu.
Die Polizisten verließen den Hafen, und die Versammlung löste sich auf, als Arbeiter und Seeleute wieder an die Arbeit gingen.
„Mina!“
Die Gerufene dreht sich um.
„Lucilia!“
Eine schöne junge Frau mit seidigen schwarzen Haaren und porzellanheller Haut in einem eleganten weinroten Kleid bahnte sich einen Weg durch das Durcheinander im Hafen, gefolgt von einem jungen Mann mit einem auf den eleganten dunklen Anzug abgestimmten Zylinder auf den dunkelblonden Locken.
Die Freundinnen fielen einander um den Hals. Diemal suchten die Papageien Zuflucht bei dem Professor.
„Bin ich froh, dass euch beiden nichts passiert ist“, sagte Lucilia, nur um sofort zu korrigieren: „Wir sind froh.“
Sie wandte sich an ihren Begleiter.
„Nicht wahr, Hans? Sind wir doch.“
„Sind wir“, bestätigte ihr Begleiter.
Lucilia schaute an Mina vorbei.
„Was ist eigentlich genau passiert?“ wollte sie wissen.
Mina hakte sich bei ihr ein.
„Ich erzähl’s dir auf dem Weg nach Hause“, versprach sie.
Harbor
The world outside the lighthouse was so bright compared to the twilight inside that Mina had to shield her eyes with her hands.
“Mina!”
Her eyes still needed time to adjust, but the sound of the voice filled her with relief.
“Professor!”
Mina inhaled the faint scent of soap and aftershave, mixed with a subtle aroma of lamp and machine oil that he can never quite wash off his hands, as the tall slim man with grayblonde hair and a green suit matching her embroidered dress and she embraced. The two parrots lost their grip and their patience and fluttered after the modified man following a path cleared by the wrecked airship through the port, between overturned carts, destroyed cargo crates, and two cranes that have been torn from their moorings. The fright ship still anchored at the port, the crew had stopped unloading cargo to help with the rescue mission. The air carried the smell of spices, coffee, perfume and expensive wine mixed with machine oil, kelp, and salt.
“Are you okay?” the professor asked, stepping back to examine his goddaughter carefully.
“Yes, everything’s fine,” Mina replied. “What about you?”
“Everything’s alright,” her godfather assured.
“Oh, good. Professor, this is…”
She turned around, noticed the growing distance between herself and the modified man and more importantly her feathered darlings, and waved the professor to follow her through a jumble of broken planks while tugging her dress from nail to nail.
If I had only had enough time to switch to more comfortable clothes, she wishes, but the dance instructor had stretched the lessons in preparation for the debutante ball endlessly, leaving no time left if the professor and Mina were to arrive at the airport on time for the airship.
Could have, should have, didn’t happen, so stop complaining, she told herself. There are way more important problems right now. Hopefully, nothing serious happened. At least nothing terrible. The hope that no one was hurt can safely be considered an illusion.
“Excuse me, what’s your name?” she asked as she caught up with the modified man. “I’m Mina. Mina Winter,” she added as she remembered she hadn’t introduced herself yet, holding out her hand. For a moment the Modified looked at her at a loss before he shook her hand.
“Yegor Karavashkin.”
Mina turned to the professor. “Yegor Karavashkin, this is my godfather I told you about, Professor Biraud.”
“Pleasure to meet you. Maurice Biraud,” the professor introduced himself.
“Pleasure to meet you too,” the Modified cited the greeting formula.
Mina looked around.
“Now, how and where can we help?”
They passed a group of workers clearing debris.
“Have many people been hurt?” the professor asked.
“Fortunately, only minor injuries so far,” one of the workers replied. “Now it’s up to us to rescue the airship’s crew alive from the harbor basin.” He nods toward the harbor basin. “We already have boats in the water. The crew of the freight ship is helping.” A hand, cold and salty from seawater, gestures toward the administrative building. “The harbor master coordinates everything.”
“Yegor!”
Two young people, whose insignia on their white uniforms identified them as harbor department workers, followed a path through the chaos, a young man with dark skin and dark hair tied into long thick braids, who had called the Modified, and a young woman with long, light hair tied in a braid down to her hips, slender except for noticeably rounded belly. Both carried boxes with bandages.
“Good to see you here,” the young woman said to the modified man. “We could use any help right now.”
“Plus, then at least one person feels at ease during the underwater rescue work,” the young man with the many braids added only to immediately rephrase it. “Or at least less not at ease. Something like that.”
Oh, so he is one of the few Modified from a successful experiment, Mina realized.
The parrots flapped their wings as the Modified gently lifted them from his shoulder and gave them to Mina before removing the tool belt as well as the dark gray work cap, revealing short cut dark hair. He carefully setting tool belts and cap aside before diving into the port basin bteween boats and lifelines. Shortly after he reappeared, bringing two airship crew members gasping for air to the surface. Dock workers and sailors in one of the boats pulled the two aboard. One was unharmed except for an aching respiratory system, the other had a dislocated shoulder but not enough breath for screams.
“The captain and the machinist are still down there”, the unharmed man croaked between coughs. “The machinist is stuck under a wood beam and she refuses to abandon him.”
Salt water drenched the embroidered dress as Mina and the professor helped the two rescued airship crew members to land while the two young people lowered the cameras into the water and the Modified dived again. Mina set her parasol aside and the parrots on her shoulder balanced with a few wingbeats as she helped the professor realign the dislocated shoulder. The treatment must be painful, but the injured man only let out a faint groan.
“Thank you,” he rasped, swept saltwater from his hair while lifting a strand of kelp from the collar with the fixed arm. “Way too much saltwater for one day,” he stated while flining the plant into the harbor basin. “If I had any kind of sympathy for the sea I’d have become a sailor.”
The pregnant young woman gave Mina brief smile while kneeling down next to the injured man. The woman pulled bandages from the first-aid-kit und the man with the briads helped her applying a suspensory bandage to the injured man. Mina realized two necklaces with two halves of a silver heart and two rings with the same design on them.
The clatter of metal on metal echoed through the air as a streetcar stopped on the rails leading to the pier. Three people in white uniforms over elegant clothing stepped out, a woman with golden-brown skin and silky black hair with shimmering silver strands, a middle aged man with a bald head and an athletic young man with wheat-colored hair. The three doctors nodded towards a tall man with broad shoulders, dark skin and dark blue clothing, who made his way from the administrative building through the harbour, and started to check on the injured.
“Excellent first aid,” the woman said after a glance at the fixed shoulder and the bandage. “From here on, we’ll take over the care of the injured.”
She nodded to her colleagues, and the professor and Mina stepped aside. Mina looked back at the harbor basin just in time to see the Modified reappear again, carrying a woman with broad shoulders, dark skin and long dark hair who took a deep breath before helping the modified man to lift a man with iron gray hair and beard into one of the boats. The woman gave the modified man a nod and managed a „Thank you“ between coughs before she followed the gray haired man into the boat and leaned over him.
“Does it hurt very much?” she asked.
“It’s bearable,” the injured man rasped. A groan betrayed his words.
“Nice to see you two again, although the circumstances could be better,” the man with the dark blue clothes, the insignias identifying him as the harbor master, greeted captain and mechanic as he helped carrying the injured man with two workers and the bald doctor towards the streetcar.
„Thank you all for helping to rescue my sister and her crew,“ he addressed the dock workers and sailors as well as Mina and the professor and then specifically the Modified. „Thank you.“
„Don’t you two want to accompany Celiwe and the others?“ the pregnant young woman asked the harbor master and the man with the braids.
„No,“ replied the harbor master. „There is still too much work to do here.“
„Aunt Celiwe and her crew would just send us back anyway,“ added the man with the braids.
„Keenan, you and Lori will coordinate the salvage work here in the harbor oderered the harbor master. „I will inform the captains of the other ships and air ships that they either will have to wait or redirect to another harbor or airfiled.
„Understood, the man with the braids said.
The harbor master turned around and trudged towards the administrative buildings.
„Well then,“ commented the pregnant woman, closing the first aid kit and turning to the professor and Mina as she pulled a notebook and pen from a pocket of her jacket. „Since you are here: The freight papers state that the cargo plane had a package for you aboard, is that correct?“
„Yes, that is correct,“ confirmed the professor. He let his gaze sweep over the chaos. „A package with plant samples from the Table Mountains at the Western Meteorite Crater. The plants are intended for the development of new medicines against radiation sickness. The radiation from the devris rises everywhere with two exceptions. One is the North where the fragments fell into the sea, the other is the Western Meteorite Crater. My colleagues at the university and I hope to find a factor in the plant samples that explains what makes the area around the Western Meteorite Crater so unique.“
„Any ideas by now why for centuries, there was hardly any radiation, and then all of a sudden it rises so very fast?“ asked the man with the braids.
„There are a few theories, none verified“, replied Professor Biraud.
„I see“, said the man with the braids. „Well, in any case, best of luck with your studies. We all can need it.“
He nodded toward the professor and Mina and beckoned Yegor to follow him. Mina gave the Modified one last smile. He responded with a brief nod.
The pregnat woman had taken notes and closed the notebook.
„We will declare your package as high priority during our search,“ she explained. „Provided we find it, I will send someone to bring you the package.“
„Thank you, that is very kind,“ Biraud thanked her. „Because you have more than enough to do, obviously.“
„There! There he is!
The professor, Mina, the two assistents of the harbor master and the dock workers and sailors in the vicinity turned around.
Mina’s first thought upon seeing the elegant couple was: Oh, did they decide to finally say thank you after all? Followed by doubts: But why are the police officers here?
The two officers exchanged a quick glance, then the younger one took a step forward.
„Keenan, Lori, he greeted the two assistants.
„Felix,“ replied the man with the braids.
The policeman scanned the chaos with a glance and sighed before drawing his notepad and pen from the breast pocket of his uniform jacket, redirecting his attention to the man with the braids.
„Is it true that the Modified…“
„Yegor,“ corrected the pregnant woman.
„…that you, Yegor, were at the lighthouse?“ the policeman rephrased his question, this time talking directly to the modified man.
„Yes,“ came the answer.
„For maintenance of the lighthouse,“ added the man with the braids.
The policeman nodded while noting the response.
„The required exemption certificate allowing you, Yegor, to move outside the harbor premises is in order, correct?“
„Yes.“
„Show us this permit,“ demanded the elegantly dressed man.
„Here? Now?“ The man with the braids gestured broadly over the chaos in the harbor. „There are really more important problems right now!“
„Yegor has saved your lives. Twice,“ reminded Mina the couple and caught a look filled with hatred from the elegantly dressed woman.
„The experiment must learn where its place is,“ she hissed.
„That is correct,“ agreed the older policeman, who had remained silent until then. „Equally correct is that there are currently more important problems.“
„Does this mean he just gets away with it?“ pressed the elegantly dressed woman.
„Evidently no violation has occurred,“ replied the younger policeman.
„Then perhaps it’s time for the regulations regarding these… Modified,“ the elegantly dressed man spat out the word, „to become stricter.“
„You should discuss that with administration,“ suggested the man with the braids. „Good luck.“
„Luck?“ repeated the elegantly dressed woman. „We don’t need luck. We,“ she emphasized, „have connections.“
„You haven’t even thanked him for saving your lives,“ said Mina quietly and received once again a look dripping with contempt.
„For matters of course, no thanks are needed,“ said the elegantly dressed woman, turned away, grabbed her companion’s arm, and swept off with him.
„We will leave you to your work now,“ said the younger policeman and nodded farewell to the pregnant woman and the man with the braids.
„Good day,“ added his colleague.
The policemen left the harbor and the gathering dispersed as workers and sailors returned to their tasks.
„Mina!“
Mina turned around.
„Lucilia!“
A beautiful young woman with silky black hair and porcelain-white skin in an elegant wine-red dress made her way through the chaos in the harbor, followed by a young man with a top hat matching his elegant dark suit and dark blonde curls.
The friends hugged each other. This time, the parrots sought refuge with the professor.
„I am so glad you two are safe,“ said Lucilia, only to immediately correct herself: „We are glad.“
She turned to her companion.
„Don’t you agree, Felix?“
„Yes, we are glad that you two are safe,“ confirmed her companion.
Lucilia looked past Mina over the surrounding chaos.
„What has actually happened?“ she asked.
„I will tell you on the way home,“ she promised.